Die zehn besten Teilnehmer des Qualifikationswettkampfes am Samstag dürfen am Sonntag neben den “Top-Ten” beim Eurojack starten. Der Tagessieger am Sonntag ist dann Schwarzwälder Holzfällermeister und erhält Punkte für die Gesamtwertung der Europameisterschaft.

Die Disziplinen des EUROJACK-Wettkampfes setzten sich zusammen aus.

  • Drei fest gesetzten Qualifikationsdisziplinen (Q)
    und
  • Drei bis vier Auswahldisziplinen (A) zusammen, die der Veranstalter frei wählen kann

Folgende actionreiche Disziplinen werden sie dieses Jahr in Schuttertal erwarten:

 

Samstag + Sonntag
(Q) Liegend Schroten:
Underhand Chop

Der in einer Halterung verankerte Stamm muss vom Wettkämpfer mit der Axt durchtrennt werden. Der deutsche Fachbegriff dazu ist >schroten<. International ist diese Disziplin als >Underhand Chop< bekannt. Dazu steht er auf dem Stamm, die Standfläche wird in der Vorbereitungszeit hergerichtet. Die Zeit wird vom Wettkämpfer, mittels Buzzer, selbst genommen.

 

Samstag + Sonntag
(Q) Einmann-Zugsäge: 
Single Saw

Von einem waagerecht befestigten Stamm, mit 40 cm  Durchmesser, ist mit der  >Single Saw< eine Scheibe abzusägen.
Der Sportler muss darauf achten, dass kein Keil entsteht. Die Säge darf zu Beginn mit einem Bogenmaß von 23 cm in einem 3 cm tiefen Anschnitt angesetzt werden. Schmierstoffe und Keil dürfen durch einen Helfer benutzt werden. Die Zeit wird vom Wettkämpfer, mittels Buzzer, selbst genommen.

 

Samstag + Sonntag
(Q) Motorsäge- fliegende Scheiben:
Chainsaw – flying discs

Von einem frei auf dem Boden stehenden Stamm, mit 18 cm Durchmesser und 1 m Länge, müssen mit der Motorsäge 20 Scheiben abgesägt werden. Diese >flying Disc< werden nur gewertet wenn es komplette Scheiben sind, keine Keile. Der Holzfäller ist für die Anzahl der zu sägenden Scheiben selbst verantwortlich. Es darf  beim Sägen kein Körperkontakt, jeglicher Art, zum Stamm hergestellt werden. Die Zeit wird vom Wettkämpfer, mittels Buzzer, selbst genommen.

 

Samstag
(A) Klettern I:   (10m)
Climbing I

Der Wettkämpfer muss an einem mindestens 12 m hohen Stamm mit Steigeisen empor klettern und die Glocke, die auf 10m Höhe angebracht ist, anschlagen. Der Sportler wird mittels Sicherheitsgurt und Sicherungsseil von einem Partner oder Trainer gesichert. Beim Start muss ein Körperteil den Boden berühren. Der Wettkämpfer schlägt die Uhr selbst an. Die Uhr wird vom Schiedsrichter gestoppt, sobald der Wettkämpfer  den Boden wieder berührt.

 

Sonntag
(A) Präzisionssägen mit Motorsäge

Diese Disziplin wurde 2013 von den Schuttertäler Holzfällern eingeführt. Der 1 m lange und 22 cm starke Stamm steht frei auf dem Boden. Es darf  beim Sägen kein Körperkontakt  zum Stamm hergestellt werden. In den 2 folgenden Arbeitsschritten wird ein Kantholz von 50 cm Länge und 5×5 cm Stärke ausgesägt.
1.) Vom Stamm müssen 2 Hälften, links und rechts, ausgesägt werden. Das stehengebliebene Holz (Brett) darf max. 5 cm stark sein.
2.) Vom stehengebliebenen Holz ist aus der Mitte ein Kantholz von max. 5×5 cm auszusägen. Das Negativ darf nicht vollständig durchtrennt werden. Die Zeit wird vom Wettkämpfer, mittels Buzzer, selbst genommen.

 

Sonntag
(A) Springboard:

Der Wettkämpfer muss an einem 1,70 m hohen Baumstamm mit der Axt eine Kerbe >Poket< schlagen, in welche ein Trittbrett, das sogenannte >Springboard<, eingesteckt wird. Auf diesem Brett stehend, schlägt er das zweite Poket undsteckt das zweite Springboard ein. Anschließend muss, auf dem zweiten Brett stehend, der 75 cm lange und 27 cm dicke Baumstamm, der auf den Hauptstamm aufgesetzt ist,  mit der Axt  durchtrennt werden. Zeit wird vom Wettkämpfer gestartet und vom Schiedsrichter gestoppt sobald der >abgeschrotete< Stamm auf den Boden fällt.

 

Sonntag
(A) Kombination Klettern + Sägen (10m)
Treetoping

An einem stehenden Stamm muss mit Steigeisen empor geklettert werden und auf 10 m Höhe am Querholz mit der Handsäge eine vollständige Scheibe, innerhalb des äußersten Farbrings, abgesägt werden. Der Sportler wird mittels Sicherheitsgurt und Sicherungsseil von einem Partner oder Trainer gesichert. Beim Start muss ein Körperteil den Boden berühren. Der Wettkämpfer schlägt die Uhr selbst an. Die Uhr wird vom Schiedsrichter gestoppt, sobald die abgesägte Scheibe herunter fällt wieder den Boden berührt.